TZ PULS Dingolfing

BEDARFSGERECHTE Produktion mit hybrider Kanban/ConWiP Steuerung

BEDARFSGERECHTE Produktion mit hybrider Kanban / ConWiP Steuerung

Fachvortrag von Dr. Christian Wittleder, Managing Partner Swissdynamics Datura Manufacturing AG

Eine hohe Liefertermintreue wird durch eine flexible Fertigung mit kurzen Durchlaufzeiten realisiert. Eine Fertigung folgt dabei unabhängig ihrer Ausprägung folgenden Grundsätzen:

  • Der Umlaufbestand der Ware in Arbeit bestimmt sich durch das Produkt aus möglicher Durchlaufzeit x gewünschter Produktionsrate (Littles Gesetz)
  • Der Engpaß bestimmt die mögliche Produktionsrate (Durchsatz)
  • Die Bestände der Ware in Arbeit in Kombination mit den verfügbaren Kapazitäten bestimmen die mögliche Durchlaufzeit

Push Systeme werden diesen Grundsätzen nicht gerecht, denn sie terminieren lediglich die Produktionsleistung und messen den sich daraus ergebenden Bestand der Ware in Arbeit, ohne diesen zu begrenzen.

Pull Systeme bilden zur Umsetzung eine ideale Voraussetzung: sie fixieren auf Basis der Kundennachfrage und den vorhandenen Kapazitäten einen zu steuernden Bestand der Ware in Arbeit. In diesem Kontext erfolgt eine Maximierung der Produktionsleistung des sich immer wieder ändernden Auftragsmixes. Aber auch eine Pull Steuerung mit der Kanban Systematik kann aufgrund der Artikelvielfalt in der Praxis zu hohen Beständen und damit zu langen Durchlaufzeiten führen.

Ein hybrider ConWiP (Constant Work in Progress) Ansatz kombiniert auf konsequente Weise die Umsetzung der PULL Steuerung durch die taktorientierten Einplanung von Kanban Supermarkt Artikeln (make to stock) wie auch kundenbezogenen (make to order) Aufträgen.